Immer wieder werden IHK-Abschlüsse wie „Geprüfter Betriebswirt“ oder „Geprüfter Technischer Betriebswirt“ mit Diplomen oder gar dem Master-Niveau amerikanischer Universitäten verglichen. Der BWL-Bote hält dies für einen Irrtum, und das gleich aus mehreren Gründen.
31.07.2008
29.07.2008
Bilanzanalyse: der Hammer in der dritten Liquidität
Die Bilanzanalyse ist eine beliebte Fehlerquelle in IHK-Prüfungen (Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3). Es macht also Sinn, sich schon die grundlegenden Kennzahlenkonzepte gründlich anzuschauen. Dabei stößt man bisweilen auch auf Fallen, die bisher in den Kammerprüfungen nicht beobachtet wurden. Noch nicht. In dem Maße aber, in dem Fortbildungsgänge wie „Geprüfter Betriebswirt“ kapitalmarktnaher werden, wird sowas hier prüfungsgefährlicher:
27.07.2008
Prozeßkostenrechnung: Beispiel einer Rechnung mit Zusammenfassung von Hauptprozessen
In unserem ersten Beitrag zur Prozeßkostenrechnung haben wir angemerkt, daß die Prozeßkostenrechner oft aus einem scheinbar einfachen Verfahren ein außerordentlich kompliziertes System machen, das vielfach kaum mehr praktisch zu handhaben ist. Einem Leser hat dies nicht gefallen. Wir demonstrieren daher die potentielle Komplexität der Prozeßkostenrechnung mit einer Übungsaufgabe, die sich in der Prozeßkosten-Aufgabensammlung im Übungsordner der BWL CD befindet. Auch wenn dies noch per Taschenrechner zu handhaben ist so zeigt es doch, welches Potential an Bürokratie und Unübersichtlichkeit in dem Verfahren steckt – wenn man nicht permanent auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Komplexität und Präzision Wert legt.
26.07.2008
25.07.2008
Prozeßkostenrechnung: Hinweise zur richtigen Wahl des Kostentreibers
Im vorigen Beitrag haben wir das grundlegende Schema der Prozeßkostenrechnung dargestellt. Dieses baut darauf auf, daß alle Prozesse, die eine identifizierbare Verursachergröße haben, nach dieser Verursachergröße zugerechnet werden – als sogenannte LMI-Kosten. Doch die Bemessung dieser Leistungsmengeninduzierung ist ein komplexes Thema, und falsche oder nicht verursachergerechte Maßgrößen demotivieren Mitarbeiter und erbringen verzerrte oder falsche Ergebnisse. Die angebliche Stärke der Prozeßkostenrechnung, präziser hinzuschauen und verursachergerechter abzurechnen, kann also ebensogut auch eine Schwäche sein.
23.07.2008
Prüfungsrelevant: so funktioniert die Prozeßkostenrechnung
Spätestens seit den neuen Prüfungsverordnungen müssen auch Teilnehmer von Kammerlehrgängen die Prozeßkostenrechnung beherrschen. Im Studium und in Controlleraus- und Fortbildungen sind sie schon lange relevant. Dieser kleine Artikel demonstriert das grundsätzliche Modell, und stellt einige grundsätzliche Fragen.
21.07.2008
Neue Wertstrategien: der Gewinn im Einkauf
Bisherige kostenrechnerische Konzepte denken stets vorwärts in der Wertkette. Einfache Ansätze berechnen dabei im Wege der Vollkostenrechnung den Wert des eigenen Faktoreinsatzes und wollen auf dieser Basis Gewinne erzielen (Vor- und Nachkalkulation). Komplexere Ansätze bemühen sich, die Preisbereitschaft des Kunden aufgrund der Elastizität der Nachfrage zur Gewinnmaximierung zu verwenden. Möglicherweise sind alle diese Methoden überholt.
19.07.2008
Kostenartenrechnung in der Telekommunikationsbranche: die strategische Dimension
Nachdem wir uns im vorigen Artikel klar gemacht haben, warum nicht alle veränderlichen Kostenarten auch variabel sind, schauen wir jetzt mal auf die strategischen Auswirkungen dieser Erkenntnis. Hier ist relevant zu erkennen, daß die Kostenrechnung als System unterstützender Prozesse dienende Funktion hat, denn nur das Marketing führt den Betrieb – der Rest muß das Marketing unterstützen. Das tut auch das Rechnungswesen, jedenfalls wenn man etwas genauer hinguckt. Es ist nämlich nicht damit getan, Definitionen in die Tiefe hinein anzuwenden. Man muß auch die Fernwirkungen erkennen, und hier gibt es eine interessante Gesetzmäßigkeit.
17.07.2008
Kostenartenrechnung in der Telekommunikationsbranche: die Kosten-Flatrate
Die Einführung von Maschinenkostenrechnungen wird leider oft sehr schablonenhaft durchgeführt. Formeln werden schematisch angewandt und genutzte Methoden nicht wirklich in die Tiefe hinein durchdacht. Das kann zu Überraschungen führen, denn das Geschäftsmodell eines Anlagenutzers bestimmt die richtigen Methoden der Maschinenrechnung. Bestes Beispiel: die Kosten-Flatrate im Medien- und im Telekommunikationsgewerbe.
15.07.2008
Spieltheorie: wenn die Summe im Sattel sitzt…
Im Studium gilt die Entscheidungstheorie als abstrakt und realitätsfern, und ist entsprechend unbeliebt. Seit den neuen Prüfungsverordnungen „Geprüfter Technischer Betriebswirt“ und „Geprüfter Betriebswirt“ müssen sich aber auch die Teilnehmer von IHK-Prüfungen damit herumschlagen. Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man es sich erstmal klargemacht hat, und dann auch höchst praxisrelevant wie wir unten sehen werden. Eines der häufigsten Beispiele: das Nullsummenspiel.