In schriftlichen Prüfungen werden oft Fragen gestellt, die ins Detail gehende Kenntnisse der jeweiligen Rechenmethoden erfordern. Das lädt dazu ein, durch intensive Vorbereitung zum Spezialisten zu werden, was oft die begehrten Punkte bringt. Für eine mündliche Prüfung ist das aber kein gutes Rezept, denn hier kommt es eher auf die Kenntnis der wichtigsten Grundkonzepte (und nicht der vielen Einzelheiten) an. Nachdem wir uns an dieser Stelle schon vor einiger Zeit über die wichtigsten Methoden der Investitionsrechnung ausgelassen haben, betrachten wir in diesem Artikel die beiden fundamentalen Gruppen von Verfahren der Investitionsrechnung.
30.11.2008
28.11.2008
Totgesagte leben länger: die degressive AfA entsteigt der Versenkung
Die Abschreibungsvorschriften der §§ 7 ff EStG sind immer wieder Gegenstand politischer Flickschusterei. In Zeiten wirschaftlichen Aufschwunges werden sie verschärft und in Krisenzeiten gelockert. Jetzt ist es wieder so weit: durch das „Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher Regelungen des Maßnahmepakets Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“, so der umständliche Name des Notmaßnahmepaketes der Bundesregierung, entsteigt ab 2009 die erst zum Anfang 2008 abgeschaffte degressive Abschreibung wieder der Versenkung. Ein befristetes Nachleben für zwei weitere Jahre:
26.11.2008
»Dezemberfieber«: von den Sowjets lernen…
Im vorigen Beitrag an dieser Stelle haben wir dargestellt, warum sich Entscheidungsträger oft recht seltsam verhalten und unmittelbar vor dem Jahresende noch alle verfügbaren Mittel unbedingt ausgeben müssen. Das sogenannte Dezemberfieber führt zu einer suboptimalen Faktorallokation, also tendenziell zu Verschwendung nach vorherigem Geiz. Als Grund hierfür haben wir „Management by Exception“ (MbE) als Führungsmodell identifiziert. Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung für dieses Problem:
25.11.2008
Management by Exception: Das »Dezemberfieber«
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und während die Kinder auf Weihnachten warten, und der Handel auf das Weihnachtsgeschäft, bricht in den öffentlichen Verwaltungen aber auch in großen Unternehmen eine ganz eigene Krankheit aus: das Dezemberfieber. Mit ungekannter Hektik werden plötzlich Gelder lockergemacht und einst knausigere Controller werden auf einmal unerwartet freigiebig. Was ist da passiert? Der BWL-Bote auf Krankenbesuch, oder die Ätiologie der Management-Fehler:
23.11.2008
IHK-Prüfungen: ein Reformvorschlag
Diese Herbstprüfung ist erstmals passiert, was Kritiker längst befürchten: eine IHK-Prüfung ist insgesamt gescheitert. Mängel bei der Prüfungsdurchführung, fachliche Fehler in den Aufgaben, Durchfallerquoten von 100% auch unter eigentlich fähigen, wohlvorbereiteten und willigen Kandidaten – eine Situation, die die Kammern derzeit hektisch aber gleichwohl mit wenig Erfolg zu reparieren suchen. Dabei wäre eine Abhilfe leicht erreichbar, wenn man nur will. Schauen wir mal, wie das gehen könnte:
22.11.2008
»Klick!« gemacht: wie man Digitalkompetenz lehrt (und wie man sie erwirbt)
Bekanntlich bin ich ein Freak der ersten Stunde: PET 2001, CBM 8032, ZX-81 – ich kenne sie alle, und zwar aus eigener praktischer Erfahrung. Angefangen habe ich übrigens mit einem HP 9810, Gott ist das lange her. Ein guter Einstieg war das aber allemal. Leider fehlt heutigen Studierenden oft die notwendige digitale Kompetenz, was man dann später nicht nur an einer arg geschusterten Diplomarbeit merkt, sondern auch an der schleppend voranschreitenden Karriere: ohne Office, Excel, Datenbanken und dem Rest läuft heute nämlich nur noch auf der Toilette etwas flüssig ab. Auch für Führungskräfte. Die eine oder andere Programmiersprache zu erlernen, ist also notwendige Pflicht des Betriebswirtes, denn das Klavier, das der Unternehmer heute spielen können muß, ist das mit den 105 Tasten.
20.11.2008
Gescheiterte TBW-Prüfung: die Nullnummer
Inzwischen schält sich immer deutlicher heraus, daß die Herbstprüfung „Geprüfter Technischer Betriebswirt“ solide gescheitert ist. Durchfallerquoten von 100%, Nachkorrekturen, schlappere Notenskalen, um überhaupt jemanden über die Latte zu heben – das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Viele Kammern scheinen indes noch immer nicht zu wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen, was die Bekanntgabe der Ergebnisse oft noch weiter hinauszögert. Dabei kursieren inzwischen sehr sinnvolle Vorschläge.
19.11.2008
Jahresabschluß in Zeiten der Finanzkrise: ein Stichtag wie kein zweiter
Das Jahresende naht, und mit ihm der Jahresabschluß für viele Unternehmen, deren Geschäftsjahr dem Kalenderjahr entspricht. Da überlegen die Buchhalter, welche vorbereitenden Jahresabschlußarbeiten erforderlich sind. In Zeiten der Finanzmarktkrise ist nur eines gewiß: dieser Abschluß wird wie keiner je zuvor. Dieser kleine Artikel betrachtet die besonderen Probleme der vorbereitenden Jahresabschlußbuchungen, die sich aus der Finanzkrise ergeben.
17.11.2008
Die Reform des Handelsrechts: ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel
Wenn das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), sollte es noch in dieser Legislaturperiode kommen, das Vorsichtsprinzip aushöhlt, so ist dies ein tiefgreifender Wandel. Seit über hundert Jahren geltende Grundprinzipien werden aufgegeben. Das aber deutet über sich selbst hinaus: was wir hier erleben, ist nicht „nur“ eine Reform, sondern ein Wechsel der Leitprinzipien, ein Paradigmenwechsel. So etwas ist aber nie zufällig, sondern immer ein Abbild zugrundeliegender gesellschaftlicher Veränderungen, die längst Wirklichkeit sind.
16.11.2008
Die Reform des Handelsrechts: vom vorsichtigen Kaufmann
Seit nunmehr vier Jahren wird über die Bilanzrechtsreform gestritten, vier Jahre bisher fruchtloser Reformbemühungen: Rot-Grün brachte einst nur das Bilanzrechtsreformgesetz (BilRefG) von 2004 zustande. Das bis heute noch immer anstehende Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), das viel tiefgreifendere Reformen in die Rechnungslegung einführen soll, dürfte nach Auskunft des Bundesjustizministeriums nunmehr erst im 1. Quartal 2009 erscheinen. Wenn es nicht, wie zu befürchten, auch der derzeitigen Regierung im Rohr stecken bleibt. Warum aber ist eine scheinbar „nur“ technische Reform des Rechnungswesens ein solches Problem? In diesem Artikel, und einigen folgenden, werden wir grundsätzliche Aspekte der Bilanzrechtsmodernisierung untersuchen.