Der BWL-Bote

25.04.2009

Qualitätsprobleme bei Lehrgangsträgern: vorläufige Auswertung unseres Qualitätsexperiments

Seit einiger Zeit kann man auf der Zingelseite Lehrgangsträger beurteilen, und seit das Qualitätsformular auf der Frontseite steht, tun das auch täglich viele Leute. Was man da so mitgeteilt bekommt, läßt tiefe Einblicke zu. Auch wenn dies natürlich keine irgendwie repräsentative Erhebung ist macht es doch Sinn, die am häufigsten berichteten Probleme anzuschauen. Teilnehmer wie Bildungsveranstalter könnten hieraus etwas lernen.

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15.02.2009

Trennung von Amt und Mandat: »Malen nach Zahlen« für Betriebswirte

Mit dem Begriff der Trennung von Amt und Mandat wird die Idee bezeichnet, daß dieselbe Person nicht gleichzeitig ein Mandat in der Legislative und ein Amt in der Exekutive oder der Judikative wahrnehmen soll, weil hierdurch ein Interessengegensatz entsteht. Das ist aber weitverbreitet, weil viele Mitglieder der Bundesregierung auch gleichzeitig im Bundestag sitzen. Das demokratische Prinzip der Gewaltenteilung ist damit nicht streng durchgesetzt, was der Politik möglicherweise nicht sehr gut bekommt. Ein ganz ähnliches Problem gibt es aber auch bei den Industrie- und Handelskammern.

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30.01.2009

Doktorfabrik pleite: es lebe die »Schein-Schule«…

Der Spiegel berichtete letzte Woche in seiner Online-Ausgabe, daß das „Institut für Wissenschaftsberatung“ aus Bergisch-Gladbach Insolvenz angemeldet hat. Der „Promotionsberater“ verhalf angehenden Doktoranden zu ihrem Titel – nach eigenen Angaben aber nur durch Beratung und nicht durch Ghostwriting. Und schon gar nicht durch Titelhandel. Dennoch begrüßen die Universitäten das Ende der Doktorfabrik, die im Verdacht stand, an der unredlichen Vergabe von Doktorhüten beteiligt gewesen zu sein. Die Sache wäre indes auch ein Modell auch für den nichtakademischen Bereich.

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28.01.2009

Rechnungswesen in zwei Tagen: der Turbo-Lift zum Erfolg?

Eine ordentliche Schulausbildung dauert so zwischen zehn und 13 Jahren, eine Lehre zwei Jahre, ein Studium zwischen drei Jahren (Berufsakademie) und fünf Jahren (Universität). Und dann kommen unter Umständen noch ein, zwei weitere Jahre für die Dissertation hinzu. Der Bildungsweg ist vor allem eines: lang. Aber anscheinend nicht für alle: in den Weiten des Netzes finden sich auch Anbieter, die in wenigen Tagen zu den höchsten IHK-Abschlüssen führen wollen. Angeblich mit fast hundertprozentigem Prüfungserfolg.

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06.01.2009

Gibt es Titelmühlen im Bereich nichtakademischer Fortbildungen?

Eine Titelmühle ist eine zweifelhafte Organisation, bei der man sich einen scheinbar akademischen Titel kaufen oder gegen sehr geringe Prüfungsleistungen in sehr kurzer Zeit verschaffen kann. Einen solcherart erworbenen Titel in Deutschland zu führen, kann als Titelmißbrauch strafbar sein (§132a StGB). Bisher war das ein Phänomen des universitären Bereiches, wo manch gescheiterter Absolvent eine Abkürzung zu akademischen Würden suchte. Jetzt gibt es Indizien, daß solche fragwürdigen Praktiken auch im Bereich der beruflichen Fortbildungen bestehen.

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04.01.2009

Private Krankenversicherung: von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Seit dem 1. Januar müssen die privaten Krankenversicherungen Unversicherten einen Basistarif anbieten, der in etwa den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung enthält und deren Maximalbeitrag kostet. Der BWL-Bote hat als fernsehbekannter Versicherungsexperte ausprobiert, ob das auch funktioniert: von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen.

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09.12.2008

Zwangsversicherung: nicht die Versorgung der Kranken, sondern die Beraubung der Gesunden…

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds zum Jahreswechsel wiederholt die Regierung alte Fehler. Anstatt das schon jetzt bankrotte System endlich von Grund auf zu reformieren, wird es noch planwirtschaftlicher, noch versteinerter und noch ungerechter. Die Kosten für den „Versicherten“ explodieren aber die Leistungen schrumpfen. Nur eines wird verbessert: die Beraubung der Gesunden. Doch wer heute den Kopf in den Sand steckt, der knirscht morgen mit den Zähnen:

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31.10.2008

Die Katze im Sack, oder die Kammer ohne Kammerplan

Derzeit finden überall in der Republik die Infoveranstaltungen statt, die neue IHK-Fortbildungen einleiten sollen. In diesen Veranstaltungen kann man sich vor Beginn der jeweiligen Fortbildung unverbindlich über die Leistungen des Anbieters informieren. Wir empfehlen, das besonders sorgfältig zu tun, um nicht die Katze im Sack teuer zu kaufen.

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01.10.2008

Betriebswirt oder Bewacher? Unzeitgemäße Gedanken über die Qualität der Industrie- und Handelskammern

Während also die Prüfungssaison dieses Herbstes beginnt, und die Teilnehmer sich allenthalben auf neue Kammer-Knallschoten freuen, hat der BWL-Bote nach Abschluß aller Vorbereitungsseminare nichts mehr zu tun als an einem neuen Buch zu schreiben. Solcherart unvollständig ausgelastet denken wir über Sinn und Unsinn der Kammerprüfungen nach, und wieder mal über Qualitätsmanagement.

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30.09.2008

Der BWL-Bote mit der 43. Printausgabe über die Kammern, die Prüfungen und die Mängel der Lehrgangsträger

Zu Beginn des vierten Quartals wurde die 43. Print-Ausgabe des BWL-Boten veröffentlicht. Themenkomplexe diesmal: dynamische Investitionsrechnung, IHK-Prüfungen und unseriöse Bildungsorganisationen. Zu letzterem Thema ist nach Redaktionsschuß der Print-Ausgabe noch der neue Artikel über Scientology-Bildungsfirmen erschienen, die die IHK-Abschlüsse weiter diskreditieren… und schon morgen geht es mit diesem Thema weiter. Einstweilen aber ein druckerfreundlicher Durchblick in die Themen der letzten Tage und Wochen:

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