Vor einiger Zeit haben wir spekuliert, daß die Industrie- und Handelskammern eigentlich gar keine Fortbildungen mehr anbieten wollen oder können, sondern nur noch Prüfungen. Dafür spricht nicht nur das Fehlen jedweden Marketings, sondern auch die bisweilen nachgerade unverschämte Preispolitik der Kammern bei den Prüfungsgebühren. Eine Umfrage im Forum für Betriebswirtschaft förderte Erstaunliches zutage.
02.08.2009
21.07.2009
Technische Betriebswirtschaft: Rentabilitätsrechnung bei Ersatz eingebetteter Maschinen
In den vier Artikeln über Amortisationsrechnung bei eingebetteten Maschinen (Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Zusammenfassung) haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie man eine Amortisationsrechnung durchführt, wenn dem Investitionsobjekt keine Zahlungszuflüsse zuzurechnen sind. Das ist in der Regel der Fall bei sogenannten „eingebetteten“ Maschinen, also Anlagen, die Teil eines Maschinenparks sind, der nur insgesamt Umsatzerlöse erwirtschaftet. Der einzelnen Anlage können dann keine Einzahlungen, in der Regel aber doch Auszahlungen zugerechnet werden. Das genügt schon für eine statische und eine dynamische Amortisationsrechnung. Wie aber macht man in diesem Fall eine Rentabilitätsrechnung?
19.07.2009
Bildungspolitik: warum die Kammer-Kurse so drastisch verfallen
Im Forum für Betriebswirtschaft tauchen immer wieder ärgerliche Postings mit zum Teil harschen Kritiken der Fortbildungsteilnehmer an den Industrie- und Handelskammern auf. Daß die Kammern diese Kritiken lesen, ist wohlbekannt, denn sie stehen mit Zehntausenden von Zugriffen Monat für Monat im Server-Log. Daß sich nichts ändert, ist indes leider auch bestens bekannt. Warum aber verfällt die Qualität der Kämmerlinge so massiv? Der BWL-Bote auf der Suche nach Gründen für teils unterirdische Kammer-Verhältnisse.
15.07.2009
Technischer Betriebswirt: Nachlese zur Amortisationsrechnung
In den vorigen drei Beiträgen (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) haben wir uns mit den Grundlagen der Amortisationsrechnung befaßt. Wir haben demonstriert, warum eine Kostenvergleichsrechnung nicht als Grundlage der Amortisationsrechnung taugt, wie man die zahlungsgleichen Größen aus den Daten der Kostenartenrechnung ableitet und damit eine statische Amortisationsrechnugn durchführt. Und wir haben gezeigt, daß eine Dynamisierung der Amortisationsrechnung zur Kapitalwertrechnung führt – wo die Aussage des Verfahrens plötzlich eine ganz andere werden kann.
04.07.2009
Arbeit im Aufgabenausschuß: Wie erstellt man eine faire Klausur?
Seit fast einem Vierteljahrhundert bin ich im Bildungsbereich tätig, und beinahe ebensolange erstelle ich Klausuren und Prüfungen. In den verschiedenen Organisationen, für die ich das tue und getan habe, konnte ich Erfahrungen sammeln, wie man faire Klausuren macht – und wie man Leute rausprüft, denn auch das wird bisweilen vom Aufgabenautor verlangt.
22.06.2009
Geprüfter Technischer Betriebswirt: der häufigste Fehler in der Projektarbeit
Im Laufe der Jahre habe ich viele Projektarbeiten von Technischen Betriebswirten gesehen. Natürlich enthalten diese auch viele Fehler, aber einer ist besonders häufig: der Versuch, alles auf einmal zu machen. Durch keinen anderen Fehler werden so viele Prüfungen vergeigt wie durch Oberflächlichkeit bei der Behandlung betrieblicher Probleme. Weniger ist oft mehr, auch in der IHK-Projektarbeit!
21.06.2009
Geprüfter Technischer Betriebswirt: Hinweise zum technischen Teil der Projektarbeit
Der Artikel über eine mit der Note „ungenügend“ bewertete Projektarbeit, der an dieser Stelle kürzlich veröffentlicht wurde, hatte auf Anhieb viele Leser. Wir geben daher jetzt an dieser Stelle in loser Folge Antworten auf die häufigsten Fragen, die zu diesem Beitrag gestellt wurden.
15.06.2009
Kreuzchen hier, Kreuzchen dort: Wie die Kammern IFRS prüfen
Den Industrie- und Handelskammern wird bisweilen nachgesagt, im Bereich der internationalen Rechnungslegung nicht wirklich kompetent zu sein. In der Tat ist mir keine Prüfung im Bereich „Geprüfter Betriebswirt“ oder „Geprüfter Technischer Betriebswirt“ bekannt, die die grundlegenden konzeptionellen Unterschiede wie die Komponentenaktivierung bei den Sachanlagen, die Teilgewinnrealisierung bei langfristiger Auftragsfertigung oder die Behandlung der immateriellen Vermögensgegenstände zum Thema macht. Das ist bedauerlich, denn wer sich in das IFRS-Regelwerk einarbeitet, sollte gerade solche Grundkonzepte als erstes verstehen. Dafür gibt es bestimmte andere IFRS-Themen, die hochgradig prüfungswichtig sind. Wer hier „Mut zur Lücke“ beweist, begeht einen schweren Fehler.
14.06.2009
»Investitionskosten«: der Prüfungsteilnehmer als Beute der Jäger und Fallensteller
Immer wieder finden Prüfungsarbeiten den Weg auf meinen großen Korrekturschreibtisch, in denen Prüfungsteilnehmer etwas formal richtig machen, aber die Grundlagen ignorieren. Nicht selten fällt die Beurteilung solcher Arbeiten wenig vorteilhaft aus. Erfahrungsgemäß ist schon die Fachsprache eines der größten Hindernisse. Wer hier nicht aufpaßt, wird zum Opfer der Jäger und Fallensteller der diversen prüfenden Körperschaften.
10.06.2009
Rechnungswesen: grundlegende Aufgabe über anwendbare Vorschriften
Am Anfang von Klausur- und Übungsaufgaben über Rechnungswesen wird oft danach gefragt, welche Regelungen grundlegend anwendbar sind. Solche Fragen haben häufig den Zweck, daß der Prüfungsteilnehmer sich entspannt und mit einem Erfolgserlebnis in die Bearbeitung der Klausur startet. Allerdings können trickreiche Aufgabenersteller in solchen Fragen auch eine Menge Risiken und Nebenwirkungen verstecken, so daß das am Ende eben doch nicht sehr entspannend wirkt. Schauen wir uns mal ein wenig erfreuliches Beispiel an: