In material- und produktionswirtschaftlichen Aus- und Fortbildungen beschränken sich viele Dozenten, und noch mehr Rahmenstoffpläne, auf die Bestellmengen- und Losgrößenrechnung nach Andler. Das ist die berühmte Formel mit der Quadratwurzel, die eine optimale Bestellmenge Mopt zustande bringt. Wegen der großen Häufigkeit der Methode, bieten wir auch im öffentlichen Bereich mehrere Excel-Rechner dazu an (grundlegendes Modell, Rechner mit Lagrange-Multiplikator). Der Haken an der Sache: kaum jemand kann das in der betrieblichen Realität verwenden, weil ein Jahresbedarf gegeben sein muß. Wer aber kennt den Materialbedarf für ein Jahr im voraus?
11.05.2009
26.02.2009
Verbrauchsfolgebewertung: warum man LIFO unterlassen sollte
Derzeit sind bekanntlich in §256 HGB noch im Rahmen der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung alle Methoden der Verbrauchsfolgebewertung zulässig, aber durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) soll der Bereich der zulässigen Verfahren auf FIFO und LIFO eingeschränkt werden. In IAS 2.25 ist nur FIFO zulässig, aber in R 6.9 Abs. 1 EStR ist nur LIFO gestattet. Das ist nicht nur ein Rezept für Gammelfleisch, sondern zeugt auch von systemtypischer Inkompetenz des Gesetzgebers. Schauen wir mal, warum:
11.02.2009
Lagerzinskosten: mit einfachen Sachen Freude machen…
Auch bei Übungs- und Klausuraufgaben gibt es Qualitätsunterschiede. Wenig taugen Aufgabenstellungen, bei denen auswendig gelerntes Wissen reproduziert werden muß. Das müssen zwar die Juristen können, aber für betriebliche Führungskräfte ist das eine sekundäre Kompetenz. Besser sind Aufgaben, bei denen der Klausurteilnehmer sein Können zeigen muß, wo also Fähigkeit, Fertigkeit und Beherrschung zum Erfolg führen, und nicht stures Auswendiglernen. Am besten aber sind Fragestellungen, bei denen vorhandene Fertigkeiten auf neuartige Situationen übertragen werden müssen. Hier helfen nur das Bewußtsein der meist vielfältigen Aspekte einer Problemlage, die Einsicht in die Zusammenhänge und das Verständnis möglicher Lösungswege. Das geht oft mit wenigen Ausgangszahlen, die gleichwohl verwirrend sein können. Betrachten wir ein einfaches Beispiel:
11.06.2008
Materialwirtschaft: wie stellt man eine Mengenübersichtsstückliste auf?
Auf unseren vorigen Artikel über Stücklisten und Gozintographen erhielten wir mehrere geradezu verzweifelte Anfragen von Lesern, die sich mit der Aufstellung der Mengenübersichtsstückliste herumschlagen (müssen). Die Mengenübersichtsstückliste ist die Stückliste, aus der nur die zu beschaffenden bzw. bereitzustellenden Mengen hervorgehen, nicht aber die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten. Die Mengenübersichtsstückliste ist daher ein Dokument des Einkaufes, und wird einfach durch Ausmultiplizieren gebildet. Das scheint schwerer zu sein als es auf den ersten Blick den Anschein hat:
10.06.2008
Materialwirtschaft: Fallstricke zwischen Stückliste und Gozintograph
Analytische Verfahren der Mengenplanungen für Einkauf und Produktion enthalten Aufschlüsse über die Zusammensetzung und Mengenverhältnisse von Bedarfsobjekten. Neben den verschiedenen Arten von Stücklisten ist der sogenannte Gozintograph eine beliebte weil besonders anschauliche Darstellungsform. Dennoch verbergen sich heir Fallsticke, die einem Klausurteilnehmer das Fürchten lehren können. Schauen wir mal, wie das geht: