In material- und produktionswirtschaftlichen Aus- und Fortbildungen beschränken sich viele Dozenten, und noch mehr Rahmenstoffpläne, auf die Bestellmengen- und Losgrößenrechnung nach Andler. Das ist die berühmte Formel mit der Quadratwurzel, die eine optimale Bestellmenge Mopt zustande bringt. Wegen der großen Häufigkeit der Methode, bieten wir auch im öffentlichen Bereich mehrere Excel-Rechner dazu an (grundlegendes Modell, Rechner mit Lagrange-Multiplikator). Der Haken an der Sache: kaum jemand kann das in der betrieblichen Realität verwenden, weil ein Jahresbedarf gegeben sein muß. Wer aber kennt den Materialbedarf für ein Jahr im voraus?
11.05.2009
20.12.2008
07.12.2008
Betriebsstatistik: warum auch zuverlässige Testverfahren sehr hohe Fehlerquoten haben können
Gemeinhin ist man gewohnt, der Aussagekraft eines Testverfahrens eher zu vertrauen, wenn der Versuch oft durchgeführt wurde, also die Anzahl der vorliegenden Resultate groß ist. Der Statistiker spricht hier vom Gesetz der großen Zahl. Bei Bernoulli-Ketten und beim Rechnen mit der Normalverteilung wird für gewöhnlich eine große Stichprobe angestrebt. Diese Binsenweisheit kann freilich auch sehr falsch sein: Manche eigentlich zuverlässige Tests erbringen gerade bei großen Stichproben, oder bei der Grundgesamtheit, sehr unzuverlässige Ergebnisse. Ein Beispiel für paradoxe Resultate der Betriebsstatistik:
17.10.2008
Kaufmännisches Rechnen: Vorsicht, Falle!
Die Aufgabenlyriker der diversen prüfenden Körperschaften lieben es, ihre Schützlinge mit scheinbar einfachen Aufgaben zu verwirren, denn da lassen sich prächtige Fallen drin verstecken. Insbesondere die Prozentrechnung taugt dazu, denn die Prüfungspoeten wissen ganz genau, daß viele selbst Erwachsene die Prozentrechnung nicht beherrschen. Sie ist also auch in eigentlich anspruchsvollen Aus- und Fortbildungsprüfungen prüfungsgefährlich.
10.08.2008
Die Fallen der Mathematik: Rechnet die interne Zinsfußmethode manchmal falsch?
Wir haben immer wieder Demonstriert, daß die Mathematik für so manche Überraschung gut ist (Beispiel 1, Beispiel 2). Das gilt auch für scheinbar selbstverständliche Verfahren wie die Annuitätentilgung, wo noch immer Überraschungen lauern. Auch die interne Zinsfußmethode, mit der der Effektivzins von Zahlungsreihen berechnet werden kann, hat eine unerwartete Anomalie. Die kann Prüfungsteilnehmern, Aufgabenautoren oder betrieblichen Anwendern eine Menge Kopfzerbrechen bereiten – wenn man nicht ahnt, worauf man sich einläßt.
15.07.2008
Spieltheorie: wenn die Summe im Sattel sitzt…
Im Studium gilt die Entscheidungstheorie als abstrakt und realitätsfern, und ist entsprechend unbeliebt. Seit den neuen Prüfungsverordnungen „Geprüfter Technischer Betriebswirt“ und „Geprüfter Betriebswirt“ müssen sich aber auch die Teilnehmer von IHK-Prüfungen damit herumschlagen. Dabei ist es gar nicht so schwer, wenn man es sich erstmal klargemacht hat, und dann auch höchst praxisrelevant wie wir unten sehen werden. Eines der häufigsten Beispiele: das Nullsummenspiel.
09.07.2008
Korrelationsrechnung: wie man es richtig macht…
Nachdem wir vorgestern den statistischen Beweis demonstriert haben, daß der Storch die Kinder bringt, schauen wir heute mal, wie die Korrelationsrechnung richtig angewandt wird. Die Methode, die oft von Demagogen mißbraucht wird, hat klare Nutzwerte – wenn sie sachgerecht eingesetzt wird. Hauptgedanke hierbei: es gibt keine statistischen Beweise, sehr wohl aber statistische Hinweise.
07.07.2008
Korrelationsrechnung: die Falle in der Statistikklausur
Klausurfragen im Bereich der Statistik richten sich oft auf Zusammenhangmaße, mit denen der Grad der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen zwei Merkmalen erforscht werden soll. Viele Teilnehmer lernen die zugrundeliegenden Definitionen und mathematischen Verfahren ganz genau – und tappen dann in eine einfache Falle, die hinterhältige Aufgabenersteller mit Vorliebe in Klausuren und Prüfungen plazieren. Schauen wir mal, wie das aussehen kann:
26.06.2008
Nominal, ordinal und metrisch: kleine Übersicht über die Datentypen der Statistik
Während Programmiersprachen, Datenbanken und Tabellenkalkulationsprogramme bisweilen über mehr als ein Dutzend Datentypen verfügen, kennen die Statistiker im wesentlichen nur drei Arten von Daten, aber auch die machen Lehrgangsteilnehmern und Klausurkandidaten bisweilen große Probleme. Diese kleine Artikel klärt auf.
25.06.2008
Gauß ohne Schrecken: so funktioniert das Rechnen mit der Normalverteilung (Teil 3-3)
Nachdem wir im ersten Artikel dieser kleinen Serie die gauß’sche Glockenkurve grundsätzlich eingeführt haben, läuteten wir im zweiten Artikel zum ersten Mal die gauß’sche Glocke, indem wir herausfanden, wie man das zu einem gegebenen Grenzwert gehörende Risiko findet. In diesem letzten Beitrag dieser Serie sehen wir, wie man für ein gegebenes Risiko einen zugehörigen Grenzwert identifiziert, läuten wir die Glocke also genau anders herum. Auch zu diesem Artikel sollte der Leser die zugrundeliegende Tabelle zur Hand haben, um der Rechnung folgen zu können.