Vor einiger zeit haben wir an dieser Stelle erstmals eine Mind Map veröffentlicht. Das war ein voller Erfolg. Inzwischen sind eine Vielzahl weiterer Mind Maps entstanden, die sich offenbar gut zum Lernen eignen. Während es im BWL-Boten und auf der BWL CD primär um Rechnungswesen und Controlling geht, werden aber auch Themen aus der betriebswirtschaftlichen Funktionenlehre und aus der Management-Theorie betrachtet. Heute zeigen wir daher eine Mind Map über den Qualitätsbegriff, die Teil der ebenfalls neuen Mind Map Sammlung über Qualitätsmanagement ist.
08.08.2009
04.08.2009
QM-Irrwege: von der Qualität zur Herrschaft
Vor einigen Tagen haben wir an dieser Stelle einige vorsichtige Kritiken am System der ISO-Zertifizierungen versucht. Wie kaum anderes zu erwarten, hat uns das eine Menge verbale Prügel eingebracht. Ein Grund, die dort umrissenen Gedanken ein wenig zu vertiefen.
28.07.2009
Kritische Anmerkungen über ISO 9000
Nachdem vor zehn Jahren die ISO-Welle über die Unternehmen rollte, und überall für viel Geld Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert wurden, ist Ernüchterung eingekehrt. Unter den Mitarbeitern, und auch unter einigen Führungskräften, regt sich inzwischen leise Kritik. Außer hohen Kosten habe die Qualitätszertifizierung vielen Unternehmen nichts gebracht. Insbesondere keine Qualität.
27.07.2009
ISO 9000: was hat sich in der ISO 9000:2000 rev2008 geändert?
Ein Leser wies uns darauf hin, daß am 14. November 2008 eine neue Revision der ISO 9000:2000 erschienen ist. Dieser Leser behauptete, daß eine vollkommen neue ISO-Norm erschienen sei und mein Lehrmaterial hierzu völlig veraltet sei. Dies ist indes nicht wahr: es sind nur geringfügige Änderungen am Wortlaut des Regelwerkes vorgenommen worden (eine minor revision). Wir stellen die Änderungen zusammen und überlegen, was das für die kaufmännischen Aus- und Fortbildungsprüfungen bedeuten dürfte.
25.04.2009
Qualitätsprobleme bei Lehrgangsträgern: vorläufige Auswertung unseres Qualitätsexperiments
Seit einiger Zeit kann man auf der Zingelseite Lehrgangsträger beurteilen, und seit das Qualitätsformular auf der Frontseite steht, tun das auch täglich viele Leute. Was man da so mitgeteilt bekommt, läßt tiefe Einblicke zu. Auch wenn dies natürlich keine irgendwie repräsentative Erhebung ist macht es doch Sinn, die am häufigsten berichteten Probleme anzuschauen. Teilnehmer wie Bildungsveranstalter könnten hieraus etwas lernen.
02.01.2009
TBW-Prüfung: Ungleichbehandlung durch die Industrie- und Handelskammern
Nachdem die Herbstprüfung »Geprüfter Technischer Betriebswirt« 2008 offensichtlich völlig mißlungen ist (mehr), sind an einigen Standorten sehr schlechte Prüfungsergebnisse entstanden. Offensichtlich in der Absicht, ein völliges Desaster zu verhindern, wurden verschiedene Modelle ausgedacht, wie man das Ergebnis aufhübschen kann. Insbesondere haben viele Kammern die Ergebnisse mit einem Faktor aufgewertet, um Leute über die Latte zu heben. Und genau hier liegt das Problem: diese Korrekturmaßnahmen wurden sehr uneinheitlich angewandt.
23.10.2008
»Auffällig geworden«: wie der DIHK auf Beschwerden reagiert
Das Beschwerdemanagement ist eine feine Sache: man kann Fehler ausbügeln und die eigene Qualität verbessern. Freilich muß man bereit sein einzugestehen, daß man selbst überhaupt Fehler gemacht hat. Das sollte nicht schwer fallen, denn schließlich machen wir alle Fehler. Nur der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nicht. Der kann daher auch mit Kundenbeschwerden nicht sehr gut umgehen.
12.10.2008
Der mit dem Euro tanzt: Bildungsfinanzierung am Limit bei IHK-Teilnehmern
Eine Umfrage im Forum für Betriebswirtschaft förderte Erstaunliches zu Tage: fast alle Teilnehmer von IHK-Fortbildungen bezahlen ihre Lehrveranstaltung selbst. Unterstützung von öffentlichen Stellen kriegen nur sehr wenige, eine staatliche Vollversorgung fast niemand. Die Bildungsfinanzierung ist damit facettenreicher als es scheinen mag. Das hat Konsequenzen für die Dozenten und Lehrgangsträger, über die diese sich bisweilen noch nicht im klaren zu sein scheinen.
09.10.2008
Kleiner Beschwerderatgeber für Probleme bei Prüfungen und mit Bildungsveranstaltern
Nach Kammerprüfungen und im Verlauf von Bildungsveranstaltungen wird immer wieder mehr oder weniger laut darüber nachgedacht, sich über die bekannten Fehler in Prüfungen oder deren Durchführung zu beschweren. Schließlich können Ärzte ihre Fehler beerdigen und Architekten Efeu drumherum pflanzen, aber wie verstecken die Aufgabenpoeten ihre Fehlleistungen? Während der BWL-Bote selbst in solchen Fällen stets neutral bleibt, können doch potentiellen Beschwerdeführern einige nützliche Tips gegeben werden.
13.09.2008
Durchwursteln in der Diplomarbeit, ein lohnendes Thema
Charles E. Lindblom beschrieb 1959 erstmals das Verhalten des „Durchwurstelns“ ["Muddling through"] als minimalistisches Entscheidungsverhalten ohne Blick auf das Ganze mit der Tendenz, daß das Gesamtsystem immer komplexer, unübersichtlicher und damit immer ineffizienter wird. Das Thema ist nicht nur in der Institutionenökonomie aktueller denn je. Es kann auch zu einer guten Bewertung einer Diplomarbeit führen, wenn der Autor der Arbeit dieses Verhalten beschreibt, aber nicht selber praktiziert.
Literatur: Lindblom, Charles E., „The Science Of Muddling Through“, in „Public Administration Review“, Vol. 19, pp. 79-88, 1959.